Herrenunterwäsche
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Herrenunterwäsche aus Leinen und in Weiß. Das hatte mehrere Gründe. Leinen war zu dieser Zeit nicht so teuer wie Baumwolle und die Farbe Weiß war ein Inbegriff für die feinere Lebensart und demonstrierte einen gewissen Status innerhalb der Gesellschaft. Was sich nicht nur auf Unterwäsche sondern auf die gesamte Mode bezog. Zum anderen konnte weiße Unterwäsche mit Chlorlauge gebleicht werden und wurde so sauber. Das war mit gefärbten Textilien nicht möglich. Die Damen wie die Herrenbekleidung war züchtig und hochgeschlossen. Die Unterhosen der Herren reichten bis zum Knie und die Hemden hatten eine langen Arm.
Im Laufe der Zeit veränderte sich die Mode und auch die Herrenunterwäsche wurde legerer. Aber erst in den 1960er Jahren konnte sich farbige und knapp geschnittene Herrenunterwäsche etablieren.
Ein Klassiker der Herrenunterwäsche ist immer noch der Slip. Slips ermöglichen Bewegungsfreiheit und passen sich der Körperform perfekt an. Aus Amerika kamen die Boxershorts und sind mittlerweile die Nummer zwei in der Hitliste der Unterhosen. In allen Farben und fantasievoll bedruckt sind Boxershorts besonders bei der jüngeren Generation beliebt. Auch in anderen Bereichen der Herrenbekleidung, im Sport oder als Badehose setzten sich Shorts durch.
Nicht ganz so knapp wie die Slips, aber auch nicht so weit wie die Boxershorts, sind Pantys. Die Unterhosen haben eine Beinansatz und einen höheren Bund. T-Shirts sind ein fester Bestandteil der Herrenbekleidung, mittlerweile sind sie auch als Unterhemden modern.
Obwohl Herrenunterwäsche inzwischen bunt und auch salopp ist, tragen laut einer Umfrage deutsche Männer aber immer noch gerne die weißen Klassiker.






